Nächtliche Ansicht des beleuchteten Museums FolkwangNächtliche Ansicht des beleuchteten Museums Folkwang

Museum Folkwang

Publikumsmagnet mit Sammlung von Weltrang

Ein Museum mit Tradition und ungebrochener Strahlkraft: Seit 1922 zieht das Museum Folkwang Kunstinteressierte aus ganz Deutschland und dem Ausland an. Gegründet wurde es 1902 vom Kunstmäzen Karl Ernst Osthaus (1874–1921) in Hagen. Nach dessen Tod kaufte der Folkwang-Museumsverein die Sammlung. Er hatte sich eigens zu diesem Zweck gegründet und engagiert sich bis heute für das Museum – inzwischen unter dem Namen Kunstring Folkwang. Als die erste öffentliche Sammlung mit Künstlern der Moderne nach Essen zog, verschmolz sie mit dem Städtischen Kunstmuseum Essen zum Museum Folkwang Essen. Das ursprüngliche Gebäude gibt es nicht mehr. Es wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört.

Erweiterungsbau vom Stararchitekten

Heute wird der Museumskomplex optisch stark durch den Chipperfield-Bau geprägt. Er ersetzt den Erweiterungsbau von 1983, der den Ansprüchen an eine moderne Kunstsammlung nicht mehr genügte. Nachdem 2006 die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung die Finanzierung eines Neubaus bekannt gab, konnte sich im Zuge eines internationalen Architektenwettbewerbs der Entwurf des britischen Star-Architekten David Chipperfield durchsetzen. Feierlich eröffnet wurde das Gebäude im Rahmen des Kulturhauptstadtjahres RUHR.2010 im Januar 2010.

Der markante Neubau ergänzt den denkmalgeschützten Altbau perfekt. Er bewahrt dessen Authentizität und setzt das architektonische Prinzip mit einem Ensemble aus sechs Baukörpern und vier Innenhöfen, Gärten und Wandelhallen fort. Gemeinsam mit dem benachbarten Kulturwissenschaftlichen Institut setzt der Chipperfield-Bau einen starken städtebaulichen Akzent.

Das Gebäude bietet eine größere Ausstellungsfläche als sein Vorgänger, außerdem eine abwechslungsreiche Raumfolge und viel Tageslicht in den bis zu sechs Meter hohen Ausstellungsbereichen. Zudem beherbergt er flexible Räume für Wechselausstellungen, die Mediathek sowie das Restaurant Edda.

GVE betreut das renommierte Museum

Die GVE ist seit 2013 für das Facility Management und die bauliche Unterhaltung des Museums verantwortlich, seit Juli 2015 mit eigenem Personal. Das 2020 zum "Museum des Jahres" gewählte Haus hat hohe technische und bauliche Anforderungen, die zusätzliche Aufgaben zum reinen Facility-Management bereithalten: So wurde auf dem Dach eine 1.500 m2 große Photovoltaikanlage mit 616 leistungsstarken Solarpanelen errichtet. Sie wird pro Jahr rund 215.000 kW/h Strom produzieren – genug für 50 Haushalte. Mit der Sanierung der Stufen des Haupttreppenportals haben wir das Museum Folkwang für seinen 100. Geburtstag herausgeputzt. Das Eingangsportal erstrahlt in neuem Glanz – nicht nur für den prominenten Besucher Frank-Walter Steinmeier. Der Bundespräsident sprach auf einem Festakt am Abend vor der offiziellen Eröffnung der Jubiläumsausstellung „Renoir, Monet, Gauguin – Bilder einer fließenden Welt“. Dabei sagte er: „Das Museum Folkwang ist eines der bedeutendsten Museen moderner Kunst Deutschlands. Es fasziniert die Besucher bis heute.“

Adresse: Museumsplatz 1, 45128 Essen
Eigentümerin: Stadt Essen
Baujahr: 1926-29, Wiederaufbau 1956-60, Neubau 2007-2010
Neubaukosten: 55 Mio. € (finanziert von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung)
Ausstellungsfläche: rd. 7.000 m2
Gesamtfläche: rd. 20.000 m2 (inkl. Tiefgarage, Depots, Werkstätten)
Nutzer:
Museum Folkwang
Restaurant Edda
Buchhandlung Walther König