In den vergangenen 18 Monaten ist die Kostümwerkstatt des Schauspiel Essen - eine Sparte der Theater und Philharmonie Essen (TUP) - umfassend saniert worden. Die TBE Gemeinnützige Theater-Baugesellschaft Essen mbH, Betreiberin des Grillo-Theaters, hatte die Grundstücksverwaltung der Stadt Essen GmbH (GVE) als ihre Geschäftsbesorgerin in Personalunion damit beauftragt.
Rund 150 Kostüme werden hier pro Spielzeit für die Inszenierungen im Grillo-Theater, in der ADA oder für Außenprojekte genäht. Die Modernisierung war notwendig, da sich die rund 230 m großen Räumlichkeiten in einem baulich, technisch und arbeitsorganisatorisch sehr schlechten Zustand befanden, was die tägliche Arbeit der Schneider*innen erheblich erschwerte.
Nach umfangreichen Baumaßnahmen konnte das vierzehnköpfige Team der Abteilung im Frühjahr 2026 in die sanierte Kostümwerkstatt zurückkehren. In dieser Woche wurde sie durch den Vorsitzenden des Aufsichtsrates, Oberbürgermeister Thomas Kufen, den Geschäftsführer der TUP, Fritz Frömming, Andreas Grabow von der Gemeinnützigen Theater-Baugesellschaft Essen (TBE) und Thorsten Steinmann, Prokurist der TBE, offiziell wieder eröffnet. „Die neuen Theaterwerkstätten verbessern die Qualität unserer künstlerischen Produktionen. Mit der Sanierung konnten wir zudem das Arbeitsklima und den Gesundheitsschutz deutlich verbessern. Ich danke allen, die daran mitgewirkt haben. Die neue Kostümabteilung für das Schauspiel ist ein eindrucksvoller Beleg für die erfolgreiche Teamarbeit bei der Theater und Philharmonie Essen", freut sich Frömming über die erfolgreich abgeschlossene Modernisierung, die auch innerhalb des abgestimmten Zeitplans abgeschlossen werden konnte.
Erste Überlegungen und Planungsansätze zur Erneuerung der Kostümwerkstatt gab es Ende 2022. Mit seinem Amtsantritt gab Fritz Frömming im September 2023 entscheidende Impulse und trieb die Sanierung konsequent voran. In enger Abstimmung erarbeiteten der Geschäftsführer, die Kostümabtei-lung, die TBE und die Haustechnik des Schauspiel Essen ein Konzept, das sich an der Optimierung der Produktionsabläufe und der Verbesserung der Arbeitsbedingungen orientierte. Dazu gehörten unter anderem die Trennung von lärmintensiven Bereichen wie Bügelraum und Spezialmaschinen, eine bessere Raumaufteilung, die Einrichtung ergonomischer Arbeitsplätze für alle Mitarbeitenden sowie der Einbau einer modernen Belüftungsanlage mit Quelllüftung.
Die Umsetzung der Sanierung erforderte umfangreiche Interimslösungen, mehrere Umzüge der Mitarbeitenden sowie zeitweise sogar Produktionsstopps. Getragen wurde dieser Prozess von einer außergewöhnlich engen und konstruktiven Zusammenarbeit zahlreicher Gewerke und Abteilungen der TUP - darunter Schreinerei, Schlosserei, Malersaal, Dekorationsabteilung, Bühnen- und Beleuchtungstech-nik, IT- und Ton-Abteilung, Rüstmeisterei, Fahrdienst, Konstruktion und Betriebsrat.




