Übergabe des Deilbachhammer-Ensembles

Das Deilbachhammer-Ensemble wurde nun im Rahmen eines Frühlingsfestes feierlich seiner neuen Nutzung an die Stadt Essen übergeben. Die Grundstücksverwaltung Stadt Essen GmbH (GVE) hatte es unter der Leitung der Immobilienwirtschaft der Stadt Essen rund zehn Jahre restauriert und damit ein bedeutendes industriehistorisches Denkmal gesichert. Oberbürgermeister Thomas Kufen bedankte sich bei allen Beteiligten der Restaurierung: „Die Anstrengungen haben sich gelohnt. Der Deilbachhammer ist weit mehr als ein historisches Gebäude-Ensemble, sondern ein Zeugnis der industriellen Vergangenheit und ein Symbol für die Anfänge der Eisen- und Metallindustrie im Ruhrgebiet.“

Die Beteiligten neben der GVE, die dieses Projekt möglich gemacht haben, waren die Koordinatoren des Projektes, das Konsortium Deilbachtal – ein Zusammenschluss der Bürgerschaft Kupferdreh e. V., den Freunden und Förderern des Deilbachtals e. V., dem Historischen Verein für Stadt und Stift Essen e. V. sowie dem Ruhr Museum. Nur gemeinsam konnten die erforderlichen finanziellen Mittel eingeworben sowie zahlreiche – vielfach ehrenamtliche – Partner*innen gewonnen werden.

Der Standort zählt zu den historisch bedeutendsten Industrielandschaften des Landes und dokumentiert die frühe Verarbeitung von Kohle und Erz lange vor dem Aufstieg der Region zum Industriezentrum. Heute ist der Deilbachhammer der letzte erhaltene Eisenhammer im Ruhrgebiet an seinem ursprünglichen Standort.

Die Sanierung stellte alle Beteiligten vor große Herausforderungen. Informationen dazu und zur Historie des Deilbachhammer-Ensembles finden Interessierte hier (hier bitte eine Verlinkung zum Text von heute morgen).

Künftig wird das Ruhr Museum Teile des über 200 Jahre alten Ensembles nutzen. Zudem werden die Arbeiterhäuser für Eheschließungen geöffnet. "Der Deilbachhammer verbindet Vergangenheit und Zukunft, erinnert uns an die Wurzeln unserer industriellen Entwicklung und schafft zugleich Raum für Begegnungen, Kultur, Bildung und gemeinschaftliches Leben", betonte Thomas Kufen.