Tiegelschule

Eine neue Grundschule für das Nordviertel

Die Geschichte der Tiegelschule reicht rund 100 Jahre zurück. Bis 2011 wurden am Standort im Essener Nordviertel Grundschüler*innen unterrichtet. Nach der Schließung der Schule wurde die GVE von der Stadt Essen mit dem Neubau beauftragt und übernahm die Projektleitung sowie die Geschäftsbesorgung. Von der Planung bis zur Fertigstellung begleitete die GVE das Vorhaben. Im Sommer 2026 nahm die neu errichtete Tiegelschule den Schulbetrieb auf.

Neubau in bestehender Umgebung

Der Neubau der dreizügigen Grundschule entstand an der Stelle des zuvor zurückgebauten Schulgebäudes. Dabei galt es, den Baukörper in die bestehende Blockrandbebauung des Nordviertels einzufügen. Auch die besonderen Bedingungen des Baugrunds waren bei der Umsetzung zu berücksichtigen. Vor Beginn der Bauarbeiten wurde die Tragfähigkeit des Bodens durch Rüttelstopfsäulen verbessert.

Zum Schulstandort gehört neben dem neuen Gebäude ein Außenbereich mit Spielplatz, Spielfeld, Schulgarten und einem „grünen Klassenzimmer“. Eine Turnhalle ist ebenfalls vorgesehen und befindet sich derzeit in der Planungsphase. Das nahe gelegene Schwimmbad „Thurmfeld“ ergänzt die Möglichkeiten für den Schul- und Sportunterricht.

Die Tiegelschule wird als Offene Ganztagsschule geführt. Die Betreuung reicht bis 15 Uhr und darüber hinaus. Träger des Ganztags ist die Jugendhilfe Essen gGmbH.

Energie und Begrünung

Bei der Planung des Schulgebäudes wurden auch Anforderungen an Energieversorgung und Gebäudebetrieb berücksichtigt. Die Schule wurde nach Passivhausstandard errichtet und verfügt über eine Photovoltaikanlage sowie einen Anschluss an das Fernwärmenetz. Die Flachdächer sind als Gründächer ausgeführt.

Auch im Außenbereich wurden begrünte Flächen und verschiedene Aufenthalts- und Spielflächen vorgesehen. Dazu gehören der Schulgarten und das „grüne Klassenzimmer“, die auch für den Unterricht im Freien genutzt werden können.

GVE-Projektleiterin Olinda dos Santos hat das Projekt von Beginn an begleitet:

„Es ist ein großartiges Gefühl, ein Bauprojekt von Anfang bis Ende zu begleiten. Am Ende sieht man genau, wie die ursprünglichen Ideen in der Praxis funktionieren. Es ist wunderschön, nun durch die fertigen Räume zu gehen und zu wissen, dass hier zukünftige Generationen lernen werden. Das ist das Schöne an unserer Arbeit: Man nimmt aus jedem Projekt wertvolle Erfahrungen mit – und schafft gleichzeitig Bauwerke, die für eine sehr lange Zeit Bestand haben.“